Schwimmbadtechnik – Chlordioxidüberwachung

Legionellenprophylaxe mittels Chlordioxid, Abbau des Biofilms und Inkrustierungen in der Rohrleitung und im Filtermaterial. Überwachung des Chlordioxid- Gehaltes im Spülwasser auf den Wert von 0,6 und 3,0 mg/l nach DIN 19643-2 mittels Testomat 2000® ClO2

Um eine Verkeimung des Filtermaterials in Schwimmbadfiltern zu vermeiden, sollten diese laut DIN 19643-1 unabhängig von ihrer Beaufschlagung zweimal wöchentlich gespült werden. Trotz regelmäßiger Rückspülung bilden sich Biofilme: je geringer die Rückspülintervalle, desto stärker ist die Verkeimung und die Biofilmbildung im Filtermaterial. Um die Verschmutzung des Filtermaterials aufzulösen, sind sehr hohe Konzentrationen an freiem Chlor nötig. Darüber hinaus reagiert das Chlor mit den Stickstoffträgern im Biofilm und führt zur Chloraminbildung und weiteren Belastung des Beckenwassers. Durch eine Desinfektion mit Chlorbleichlauge kann der Biofilm ebenfalls nicht vollständig abgebaut werden, außerdem bilden sich bei diesem Verfahren schwer abbaubare AOX1-Verbindungen, so dass die  Einleitergrenzwerte im Spülabwasser überschritten werden.

Mit dem Einsatz von Chlordioxid kann die optimale Desinfektion des Filterrückspülwassers sichergestellt werden. Chlordioxid ist ein stärkeres Oxidationsmittel als Chlor, bereits in sehr kleinen Konzentrationen baut es den Biofilm vollständig ab und tötet Bakterien. Für die Überwachung des Chlordioxidanteils im Wasser ist unser Testomat 2000® ClO2 zuständig.

Filterrückspülung aus dem Schwallwasserspeicher

Das Chlordioxid wird mittels Dosierpumpe auf der Pumpensaugseite in die Rohwasserleitung eingebracht. Auf diese Weise ist eine optimale Vermischung gewährleistet. Die Messung des Chlordioxidwertes von 0,6 mg/l erfolgt kurz vor dem Filter mittels Testomat 2000® ClO2. Bei mehreren Filtern ist die Messung mit einem einzigem Testomat 2000® ClO2 möglich, da die Filter nicht gleichzeitig gespült werden.

Filterrückspülung aus einem Spülwasserspeicher

Zur Vermeidung von Stillstandsverkeimung sollten Spülwasserbehälter mit einer Umwälzung und Chlordosierung ausgerüstet sein. Es ist empfehlenswert, das Spülwasser anstelle einer Chlordosierung mit Chlordioxid zu desinfizieren, und den Chlordioxidgehalt im Spülwasserspeicher mittels Testomat 2000® ClO2 auf 0,6 mg/l zu halten.

DIN 19643-2 Punkt 4.4.2. empfiehlt, den Chlordioxidgehalt einmal im Monat auf 3,0 mg/l zu erhöhen, um die Biofilmbildung im Spülwasserspeicher, Spülwasserleitung und allen Filterbehältern und somit die Verkeimung der Filter zu verhindern.

Unser Testomat 2000® ClO2 mit optionaler Steckkarte für einen SD-Card Datenlogger überwacht den Chlordioxidgehalt zuverlässig und speichert die Messergebnisse und Fehlermeldungen auf einer SD-Karte. Auf die tägliche Handmessung können Sie damit in Zukunft verzichten.

1 Adsorbierbare organische Halogenverbindungen: Chlor-, Brom- und Iodverbindungen

Literatur: DIN 19643 Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser, Bild: Rainer Sturm / www.pixelio.de

Bedienungsanleitung Testomat 2000® ClO2Testomat 2000 CLO2 (595)



 
 
 
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